
Der Therapeut
Gustav Greve ist kein Mediziner. Mit „Organizational Burnout“ hat er gleichwohl das Therapiebuch für eine grassierende Krankheit vorgelegt: Für den Burnout ganzer Organisationen. Greve zeigt in einer auf den ersten Blick gewagten, dann aber absolut überzeugenden Analogie zum individuellen Burnout von Menschen, wie ganze Organisationen, intelligente zumal, dieser Syndromatik verfallen können bis zum Kollaps. Davon können Unternehmen ebenso betroffen sein wie öffentliche Organisationen bis hin zu Bildungseinrichtungen, die bei oberflächlicher Beachtung gerade davor geschützt sein sollten.
Gleichwohl: sie sind es nicht. Greves Lehrbuch der Anamnese und Therapie des Burnouts von Organisationen zeigt anhand vertrauter Stationen der Erkrankung, welche Konstellationen zur Schieflage und am Ende sogar zum Tod großer Organisationen führen können. Greve zeichnet diese Prozesse minutiös nach und bietet gleichzeitig ein Handbuch für die Praxis. Unternehmensberater, aber auch die Verantwortlichen innerhalb der Organisationen finden in diesem Buch alles was sie benötigen, um der tückischen Krankheit zu Leibe zu rücken. Dabei bietet Greve bis hin zu konkreten Checklisten jener Fragen, die Manager wie Externe sich stellen müssen, einen ganzen Instrumentenkasten für die Anamnese, die Therapie, aber auch für die Prophylaxe auch gegenüber Rückfällen.
Die Analyse ist glänzend aber auch beklemmend, weil sie zeigt, wie schmal der Grat zwischen dem Erfolg einer Organisation und ihrem Absturz ist. Jeder und jede, der und die Verantwortung tragen für eine Einrichtung und die Menschen, die in ihr arbeiten, sollte das Buch zur Kenntnis nehmen, schon um über eine verstärkte Sensibilität zu verfügen für die ersten Anzeichen einer „Erkrankung“.
Greve kann aufgrund seiner breiten Erfahrung aus der Analyse und Beratung von Unternehmen und Organisationen auf eine Fülle von Erscheinungen zurückgreifen, die den Verantwortlichen täglich begegnen, ohne dass sie sie als Warnzeichen begreifen. Greve greift auf die gleichen Erfahrungen zurück, wenn er auf ein Kaleidoskop professioneller Ratschläge verweist, denen nicht zu folgen leichtsinnig sein kann. Nach der Lektüre des Buches fragt man sich, warum niemand eher auf die Idee gekommen ist, auch Organisationen hinsichtlich des Burnout-Risikos zu untersuchen. Wer auf das erfahrungsgesättigte, gelassene Buch zurückgreift, hat gute Chancen, für seinen Verantwortungsbereich eine neue Dimension zu eröffnen, die Dimension des Erkrankungsrisikos von Organisationen. Ein Muss für jeden, dem Gesundheit und Zukunft seiner Organisation am Herzen liegen!
Prof. Dr. Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg
„Das Buch „Organisational Burnout“ hat mich schon beim ersten Durchblättern sehr positiv berührt. Dem Autor ist es gelungen in einfacher und verständlicher Form das Phänomen, das ich persönlich zumindest in der Praxis vorgefunden habe, treffend zu beschreiben und in einen Rahmen zu setzen. Aus meiner Sicht sehr empfehlenswert und eine echte Hilfe in der Diagnose von organisatorischen Herausforderungen. Um es einfach zu sagen, es kommt auf den Punkt.“
Karl-J. Kraus, Geschäftsführender Gesellschafter der KJK Management und Beteiligungen GmbH, Aufsichtsrat/Beirat in unterschiedlichen Unternehmen.
„Ich habe schon lange kein so leicht lesbares und für meine Arbeit konstruktives Sachbuch gelesen. Vielen Dank, dass Sie durch Ihr Buch Unternehmern das Gefühl geben, nicht vollkommen allein gelassen zu werden.“
Jana Hassel, Rechtsanwältin und Fachanwältin für Medizinrecht, Incuria Regress RechtsanwaltsGmbH, Berlin
„Das Besondere an seiner Analyse ist, dass sie nicht bei der bloßen Beschreibung der Symptome, die die meisten seiner Leser vermutlich schon beobachten konnten, stehen bleibt. Vielmehr entwickelt er basierend auf einer gründlichen Analyse der Ursachen konkrete Handlungsempfehlungen, die bereits auf den ersten Blick einleuchten. Dies ist nicht zuletzt auch der Tatsache zu verdanken, dass der Begriff des Burnout als Metapher für dysfunktionale Organisationen, wie es die Organisationstheorie nennt, treffender kaum gewählt sein könnte.“
Peter Jumpertz, THERON Management Advisors AG, Köln
„Dieses Buch öffnet auf faszinierend beunruhigende Weise die Augen für ein Phänomen, das man mehr oder weniger intensiv erlebt oder beobachtet hat, ohne es benennen zu können, und das nun einen Namen hat und mit Röntgenaugen durchleuchtet ist: das Burnout ganzer Organisationen.“
Prof. Dr. Tom Sommerlatte